Nachdem bei unseren gesetzlichen Krankversicherungen (GKV) die Lücke in den Kassen im Wachsen ist, hat die FinanzKommission Gesundheit im Auftrage der Gesundheitsministerin Nina Warken 66 Reformempfehlungen zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenkassen entworfen und Ende März vorgestellt. Wir wollen einige der 66 Punkte des Reformkatalogs näher betrachten, jedoch auch den Blick über den Tellerrand hinaus anstellen. Eigentlich könnte die Lösung des Defizits leicht sein. Die Option behagt jedoch der Regierung nicht, da ihre eigenen Herausforderungen dadurch zunehmen würden.
Im Grundsatz stellt die Krankenversicherung ein Solidarsystem dar, in das alle Versicherten nach ihren finanziellen Möglichkeiten einzahlen, jedoch von ihrer Beitragshöhe unabhängig gleiche Leistungen erhalten, wenn ihre gesundheitliche Situation es erfordert. Ein ähnliches Solidarsystem wäre ein universelles Grundeinkommen; es zeigt große Wesensverwandtschaften hinsichtlich Wirkung und gesellschaftlicher Anforderungen auf. Zurück zu den Reformempfehlungen: Ist dieser Maßnahmenkatalog für die GKV wirklich die große Reform, die uns gesellschaftlich stabiler aufstellt und besser in der Zukunft absichert? Ein Blick in die Vergangenheit auf die damalige Ausgangslage und die Denkweise bei der Entstehung der Sozialversicherungen offenbaren uns ein Verständnis für die Geburtsfehler, die wir hinter uns lassen könnten, wenn wir dies wöllten. So könnten tiefere gesellschaftliche Entwicklungspotentiale erschlossen werden.
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